Blümchensocken im Delirium.
Die Halbzeit der Ferien ist jetzt schon überschritten und irgendwie treibt seit Sonntag eine stetige Unruhe ihr Unwesen. Passt mir so gar nicht, vor allem die Kreativitätsblockade geht mir gehörig auf die Nerven. Gestern morgen wachte ich auf und fand mich mit Blümchensocken auf dem Fußboden meines Zimmers wieder. Das Mysteriöse an der ganzen Sache war nicht etwa die Tatsache, dass ich außerhalb meines Bettes genächtigt hatte - das lag zweifelsohne an meinem alkoholisierten Zustand, in welchem ich mich gerne mal von der Matratze katapultiere. Die Frage ist mehr: Wie kamen die mir unbekannten Blümchensocken an meine Füße? Diejenigen unter euch, die gerne mal mit Johannes dem Säufer einen Heben, werden sich jetzt denken, dass es keinen Sinn hat, solche Dinge zu hinterfragen. Dennoch ist es auf eine seltsame Art und Weise beunruhigend, da der letzte Mensch, der mich an diesem Abend vor meinem doch äußerst lustigen Versuch in mein Heim zu gelangen gesehen hat, ein ausländischer Taxifahrer war. Bis dato lasen sich auch keine Filmrisse verzeichnen, was nur bedeuten kann, dass ich mir die Socken entweder schlafwandelnder Weise nachts selbst angezogen habe, oder jemand Unbekanntes der Meinung war, meine Füße seien zu kalt gewesen. Allerdings war niemand zuhause außer meiner Wenigkeit, weshalb ich mehr zu Theorie eins tendiere, da mich alles andere noch mehr als nur beunruhigen würde. Vielleicht habe ich es einfach nur vergessen wie ich mir die Socken anzog. Dies würde auch von der Tatsache unterstützt werden, dass ich mit meinem Schlüssel versuchte, den Briefkasten aufzuschließen, in dem Glauben, ich würde dadurch hinein in die Wärme meines Hauses gelangen. Nach 20 gescheiterten Versuchen und weiteren 15 Minuten Todesfrieren fiel mir ein, dass die Tür ja ebenfalls ein Schloss besitzt. Unglaublich, aber der Schlüssel passte.
Der nächste Morgen ist der Anfang eines nervigen Tages im Delirium, mit Unwohlsein und nachdenken. Letzteres sollte ich wirklich langsam vermeiden, der Lauf der Zeit zeigte mir zur genüge,dass es weder etwas Gutes noch etwas Nützliches hervorbringt. Allerdings ziehen den ganzen Tag über die Bruchstücke des vorangegangenen, alkoholreichen Abends an einem vorbei, was leider oftmals das Gefühl der Peinlichkeit mit sich bringt, wenn man bemerkt, was man mal wieder alles verzapft hat. Jeder von euch kennt das, es gibt kaum ein vielfältigeres Gefühl, da man mit einem besoffenen Kopf die unterschiedlichste Scheiße baut. Das Meiste davon ist oftmals aber im Nachhinein absolut witzig, wie zum Beispiel die absurde Idee, aufgrund einer riesen Schlange an der Mc Donalds Kasse einfach zu Fuß Mc Drive zu stürmen.
Aber aufgrund der Tatsache, dass mich meine Kreativität alsbald wieder zu verlassen droht, werde ich diese Litanei nun beenden, bevor es doch allzu stupide zu werden scheint. Eine Weisheit zum Abschluss, die ihr beherzigen solltet:
Ich widme diesen Abend Johannes dem Säufer, Erfinder des Schnaps', führe uns in Versuchung - Prost!
PS: Es könnten auch Kleeblätter statt Blümchen gewesen sein, aber woher soll ich das wissen, mir sind diese Socken nicht bekannt.
kati letters am 02. November 11
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Ein frisches Lüftchen.
Jaa, heute ist kein schlechter Tag. Nach vielem Hin und Her, Diskussionen und ungewollten schlechten Gefühlen hat man sich wieder gefangen. Aufräumen, Putzen, Staubsaugen, Duschen, sein Leben ordnen. Schreiben, Dinge festhalten, Schulkram aufarbeiten, Filme schauen die man schon lange nicht mehr gesehen hat. Kochen, Rumlümmeln, Sport machen, Party, Trinken, Freundschaften pflegen,die Ferien richtig genießen. Ja es hat schon seinen Sinn dass ich hier fälschlicherweise alles groß schreibe und gegensätzliche Dinge aufliste, denn so ist das Leben, gegensätzlich und ungeplant, aber es wäre auch äußerst langweilig, würde alles perfekt laufen.
Mein bester Freund ist übers Wochenende ausgeflogen, aber auch daran gibt es etwas Positives: Man freut sich, wenn er wieder da ist und hat was Neues zu erzählen. Auch gut, zum Glück hat er mich gestern noch aufgebaut, naja beinah in Verlegenheit gebracht, aber nur beinah.
Dennoch echauffiere ich mich momentan etwas über den Verflossenen einer guten Freundin, denn ich hasse es wenn man Menschen unendlich lange hinhält, ich nenne solche Leute Nervensäcke. Vielleicht werde ich im Laufe des Tages eine Verschwörungstheorie entwickeln, denn heute ist meine Kreativität ziemlich ausgeprägt, was außerdem eine gute Voraussetzung für das anstehende Schreiben der Charakterisierung des Herrn Celiks darstellt. Allerdings werde ich mir damit Zeit lassen, denn man möchte seinen Meister ja nun beileibe nicht enttäuschen, für Kritik sollte man jedoch immerzu offen sein: sonst wäre die Hierarchie von Schüler und Meister durchaus absolut unnötig. Vielleicht werde ich also doch zuerst Eier auf das Haus des besagten Nervensacks werfen.
Primär jedoch bin ich ich nun im Begriff mir nun etwas Essbares zuzubereiten, bist später ihr Frösche!

kati letters am 28. Oktober 11
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