a² + b² = c²
Es ist mal wieder soweit, die absolute Langeweile hat mich eingeholt. Normalerweise sollte ich in genau dieser Minute Mathe lernen, wobei man bei meiner Wenigkeit weniger von lernen als von reinpressen sprechen sollte. Man könnte diesen Vorgang mit der Herstellung von Kartoffelpüree vergleichen, wie meine Mutter ihn zu produzieren pflegt : Zu heiß, zu schnell, zu grob. Nicht nur, dass mir absolut kein Gespür für die Mathematischen Formeln dieser Welt in die Wiege gelegt wurde, zu allem Überfluss kam mir im Laufe der Jahre auch die Lust und Motivation, es überhaupt in irgendeiner Weise verstehen zu wollen, vollkommen abhanden. Das Endprodukt dieses dreizehnjährigen Prozesses sitzt nun mit nassen Haaren auf ihrem, wie ich beifügen muss sehr bequemen, luxuriösen Bett und hat nichts Besseres zutun, als ihre Umwelt mit einem weiteren, fehlerhaften Blogeintrag zu beirren. Beizufügen wäre noch der feine Essensgeruch, welcher von der Küche aus das ganze Haus durchströmt und die Laune der Verfasserin kaum zu heben vermag, da er durchaus verführerisch nach einem zu greifen droht, doch der allgemein ausgebrochene Diätwahnsinn dieser idealisierten Welt hält sie an ihr Bett gefesselt. Nebenbei werden noch inhaltlose bis mäßig tiefgründige Gespräche über soziale Netzwerke wie Icq oder ( na, was sagt man, wenn man jemandem ein buch ins Gesicht schlägt?) Facebook geführt, die zuweilen allerdings den Spaßfaktor des Abends deutlich anzuheben vermögen. Öffnet man beispielsweise nichtsahnend ein unbekanntes Bild mit einem unbekannten Menschen darauf, könnte es passieren, dass man eine halbe Stunde benötigt um seine Atmung und Gesichtsspannung wieder in die altbekannte Pose zu ringen. Dennoch ist diese Aktivität eine sehr unterhaltsame und vor allem sehr viel körper- und seelenschonender als erschöpfender Sport am Abend.
Dieser stupide Eintrag wird höchstens noch von der Tatsache übertroffen, dass die Verfasserin noch nicht einmal über das nachdenkt, was sie hier auf der Tastatur eingibt, also lassen sie sich aufgrund dieser Tatsache nicht bei der Suche nach dem Sinn beirren: Er ist längst vor dreizen Jahren über alle Berge verschwunden.
kati letters am 19. Oktober 11
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